Die perfekte Innenarchitektur

Gibt es die perfekte Innenarchitektur?

Schließen Sie einmal kurz die Augen und überlegen Sie, ob es etwas in Ihrem Leben gibt, das Sie als perfekt bezeichnen würden. Haben Sie einen perfekten Job, den perfekten Menschen an Ihrer Seite, fahren Sie ein perfektes Auto oder leben Sie in einem perfekt ausgestatteten Zuhause? Ohne in Ihre ganz persönlichen Gedanken eintauchen zu können, wird es vermutlich an allem immer etwas geben, das verbessert werden kann.

Dieses kleine Gedankenexperiment soll Sie abholen, um einer speziellen Frage auf den Grund zu gehen: Gibt es die perfekte Innenarchitektur? „Perfekt ist etwas, das nicht mehr verbessert werden kann.“ Ist der Mensch dazu in der Lage, etwas zu schaffen, an dem es nichts mehr zu verbessern gibt? Der Begriff der Perfektion muss auf die menschlichen Möglichkeiten heruntergebrochen werden. Sowohl in der Innenarchitektur als auch im Produktdesign ist die Perfektion eine andere als die „wirkliche“ Perfektion in der Natur, dem Geschaffenen, das uns umgibt.

Mensch vs. Natur: Eine Frage der Perfektion

In der Natur lauert die Perfektion an allen Ecken und Enden. Eine Schneeflocke kündigt nicht nur die schöne Winterzeit an, sondern sie entpuppt sich unter dem Mikroskop als hochgradig individuelles, hexagonales Kristallsystem. Menschen lernen von der Perfektion der Natur, entwickeln wasserabweisende Oberflächen mit Lotus-Effekt oder windschnittige Autos, die sich in ihrer Form an Fischen und Vögeln orientieren. Den Maßstab für „Perfektion“ für das menschliche Tun gleichzusetzen mit der Perfektion der Natur wäre absolut verkehrt.

Kann etwas in der Innenarchitektur perfekt sein?

Architektur wird für Menschen gemacht. Je mehr Nutzergruppen in der Planung bedacht werden müssen, desto komplexer wird sie. Nehmen wir das Beispiel einer Hotel-Lobby, die einerseits repräsentativ sein muss und für die Mitarbeiter ein gutes Arbeitsumfeld schaffen soll, auf der anderen Seite auch für die Gäste gemacht ist, die hier täglich ankommen und wieder abreisen. Was für den Mitarbeiter eine perfekte Arbeitsumgebung ist, erscheint für den Gast vielleicht „ungemütlich“, es fehlen Sitzgelegenheiten, dafür sind Laufwege für Lieferanten und Kofferträger frei. Perfektion ist immer eine Frage der Perspektive und die Innenarchitektur muss Brücken bauen zwischen den verschiedenen Ansprüchen.

In Fragen der Perfektion braucht es mehr Empathie!

Im privaten Bereich sind oftmals Nutzer und Kunden ein- und dieselbe Person. Derjenige, der eine Küche bestellt, kocht am Ende auch darin. Insbesondere in den öffentlichen Bereichen sind die Nutzer allerdings andere als diejenigen, die planen und am Ende auch die Rechnung zahlen. Genau an dieser Stelle entsteht in der Praxis sehr oft ein tiefer Graben, der mit Empathie gefüllt werden muss.

Schlussendlich stehen Innenarchitekt und Auftraggeber auf der einen und die Nutzer auf der anderen Seite. Eine Brücke zwischen beiden Seiten kann nur entstehen, wenn sich der Innenarchitekt in die Bedürfnisse der Nutzer hineinversetzt und seine Erfahrungen mit dem auftraggebenden Unternehmen kommuniziert. Die große Herausforderung besteht nun darin, die eigene Position in der Sache richtig einzuordnen und einen ganzheitlichen Blick auf alle Beteiligten zu werfen. Challenge accepted!

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